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Für Banken in Österreich, Bulgarien und Kroatien könnte 2010 ein schwieriges Jahr bevorstehen. Kunden schnallen die Gürtel enger, mehr als ein Drittel der Personen bezeichnet Banken und Versicherungsunternehmen als unseriös, wie eine Online-Studie von MindTake zeigt.



Die von der Online-Marktforschungsagentur MindTake New Media Research durchgeführte Studie unter 1300 Personen zeigt einen eindeutigen Trend zum Sparen. Für über 90 Prozent der Österreicher kommt die Aufnahme eines Kredits in den nächsten sechs Monaten nicht in Frage. Diese Meinung wird von 80 Prozent der Bulgaren und 82 Prozent der Kroaten geteilt.


Banken nicht vetrauenswürdig. In der Studie bewerteten die Befragten die Vertrauenswürdigkeit unterschiedlicher Wirtschaftssektoren in ihrem Land, wie z.B.: Handel, Lebensmittelindustrie, Energie, medizinische Versorgung und Pharmaindustrie, Banken, Versicherungsunternehmen und Pensionsfonds. Banken zählen zu jenen Sektoren, die im Vertrauensranking am schlechtesten abgeschnitten haben – 15 Prozent der Österreicher, 10 Prozent der Bulgaren und 9 Prozent der Kroaten sind der Ansicht, dass Banken "nicht vertrauenswürdig" sind. Nur 6 Prozent der Österreicher, 8 Prozent der Bulgaren und Kroaten reihen Banken als "sehr vertrauenswürdige" Institutionen ein.

Auch Pensionsfonds sind "unten durch". Im Hinblick auf andere Finanzinstitutionen meinen im Schnitt vier von zehn Personen der Dreiländerstudie, dass Versicherungsunternehmen meist oder völlig vertrauensunwürdig sind. Pensionsfonds schneiden sogar noch schlechter ab – 40 Prozent der Österreicher und Bulgaren und sogar 50 Prozent der Kroaten beäugen diese mit großem Misstrauen.

Höflichkeit zählt. Bei der Frage, welche Faktoren für die Wahl einer Bank entscheidend sind, sind sich sowohl Österreicher, Bulgaren als auch Kroaten einig: am wichtigsten werden Kundenbetreuung und Höflichkeit der Angestellten angesehen, in Verbindung mit praktischen Gesichtspunkten - die Sekundärfaktoren bei der Entscheidung für eine Bank darstellen - wie die Lage von Zweigniederlassungen oder die Verfügbarkeit von Bankautomaten.

Empfehlungen wertvoll. Der Querschnitt der drei Nationen zeigt, dass eine von vier Personen besonders Mundpropaganda und Empfehlungen aus dem Familien- und Freundeskreis für eine bestimmte Bank bei ihrer Entscheidung, eine Bank zu wählen, in beträchtlichem Ausmaß miteinbeziehen.

Nähe zur Filiale wichtig. Besonders in Österreich wurde das Engagement einer Bank im Hinblick auf Kundenbedürfnisse von 60 Prozent der Befragten als “sehr wichtig” angesehen, gefolgt von Höflichkeit mit 52 Prozent. Praktische Faktoren, wie die Lage von Zweigniederlassungen in der Nähe der Arbeit oder des Wohnsitzes und die Verfügbarkeit von Bankautomaten, war für 35 Prozent der Befragten “sehr wichtig”.

Heimatverbundene Österreicher. Interessant ist auch, dass Österreich die einzige Nation in dieser Studie ist, in der das Ursprungsland der Bank und die Eigentümerverteilung als die wichtigsten Merkmale bei der Entscheidung für eine Bank angesehen werden: 45 Prozent der Befragten gaben die „Ortsansässigkeit der Bank“ (z.B. eine österreichische Bank) als “sehr wichtigen” Faktor an. Die Studie zeigt auch, dass die Aufmerksamkeit der Österreicher hinsichtlich Werbung bei der Wahl einer Bank im Vergleich mit Bulgaren und Kroaten am geringsten ist – nur 3 Prozent wählten Werbung als “sehr wichtigen” Faktor.

Ärger im Umgang mit Banken. Bei der Frage, welche Faktoren beim Umgang mit Banken ärgerlich sind, waren die am häufigsten genannten Beschwerden: "Unwissenheit und fehlende Kompetenz", "die Arroganz", " lange Wartezeiten",  "wenn ich etwas nicht über Internetbanking oder telefonisch machen kann und selber hingehen muss",  "Bürokratie und Spesen für Behebung am Schalter", " Unfreundlichkeit", "schlechte Öffnungszeiten", " Wartezeiten am Schalter", "Bankspesen für fast alles", "dass ich alles selbst machen muss",  "dass man wie ein minderbemittelter Sandler behandelt wird", "Bürokratie, Überheblichkeit", "dass Betreuer zeitweise oft wechseln", " wenig Interesse für die wahren Bedürfnisse der Kunden", " die Berater reden immer 'Fachchinesisch'", "Unwissenheit durch Unhöflichkeit zu überdecken", "der Druck der Bankangestellten, etwas an mich zu verkaufen", "dieser Gebührendschungel", "Undurchsichtigkeit im Angebot".

Österreicher vertrauen dem Giebelkreuz. Bei der Frage, welche Bank die erste Wahl bei privaten und geschäftlichen Transaktionen wäre (unabhängig von ihrer aktuellen Bankverbindung), haben 30 Prozent der Österreicher Raiffeisen gewählt und als klaren Spitzenreiter genannt. Die Erste Bank landete auf der zweiten Stelle mit 17,2 Prozent und die Bank Austria an dritter mit 12,8 Prozent.

Die Ausschnitte dieser Studie werden für Pressezwecke unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Um die komplette Studie zu kaufen, kontaktieren Sie uns per E-mail press@mindtake.com. Für zusätzliche Informationen zu den Ergebnissen oder zum MindTake Online Research Service, steht Ihnen Eva Oberecker in unserem Büro in Wien zur Verfügung eo@mindtake.com.


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